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Leider gibt es besonders bei Kaninchen und Meerschweinchen das Problem, dass sich viele Tierärzte zwar mit Hunden und Katzen auskennen, aber kaum Ahnung von Kaninchen haben. Dies kann im Krankheitsfalle
zu ernsthaften Schwierigkeiten führen, im schlimmsten Falle jedoch zum unnötigen Tod des Kaninchens. Man sollte daher den Tierarzt grundsätzlich fragen, ob er denn wirklich Erfahrungen mit Kaninchen hat und zudem
andere Kaninchenbesitzer nach ihren Erfahrungen fragen. Eine Tierärztin schrieb uns: “Wichtig ist, dass zunächst eine sorgfältige Erhebung der Krankengeschichte und eine gründliche Allgemeinuntersuchung
erfolgt. Wird nach der Fütterung gefragt ? Bei vielen Erkrankungen des Kaninchens ist dies das A&O. Tierärzte, die von Heimtieren keine Ahnung haben, haken dies Punkte gerne sehr schnell ab. Wird eine
symptombezogene Behandlung vorgeschlagen, oder erhalten Kaninchen grundsätzlich "Aufbauspritzen" und "Vitamintropfen" ? Letzteres kaschiert häufig die Ratlosigkeit des Tierarztes. Werden in
schwierigen Fällen zusätzliche Untersuchungen vorgeschlagen z.B. Röntgen, Laboruntersuchung ? Wer von Heimtieren nichts versteht, wird aufwendigere Diagnoseverfahren unterlassen. Werden Sie bei Bedarf in eine
spezialisierte Praxis überwiesen z.B. zum Augenarzt für Tiere oder in eine Tierklinik ? Könner kennen ihre Grenzen, Stümper "behandeln auf Teufel-komm'- raus. Werden Sie beraten in bezug auf die
Erfolgsaussichten der Therapiemaßnahmen? Das sollte unbedingt der Fall sein. Gibt es Maximaltherapie auch in aussichtslosen Fällen ? Letzteres weist darauf hin, dass dem Tierbesitzer Geld aus der Tasche gezogen
werden soll und es weniger um das Wohl des Tieres geht.”
Wichtig ist, dass nicht bei jeder Kleinigkeit ein Antibiotikum gegeben wird, sondern auch nach anderen Verfahren wie Naturheilmethoden oder Homöopathie
behandelt wird. Denn gerade bei Kaninchen ist die Behandlung mit Antibiotika nicht ohne Risiko, da ihr Darm sehr, sehr empfindlich ist. Es gibt jedoch auch Fälle, da geht es leider nicht ohne. Wenn man sich über die
Kompetenz des eigenen Tierarztes nicht sicher ist, dann sollte man am besten eine zweite Meinung einholen. |